Dr. Katja Bett // Expertin für E-Learning und Personalentwicklung

DR. KATJA BETT // EXPERTIN FÜR E-LEARNING UND PERSONALENTWICKLUNG

mixxt: Tools – ausprobiert und bewertet (Folge 2)

Die Social-Media-Landschaft  ist inzwischen unübersichtlich geworden und es gibt viele verschiedene Tools, die in ähnlicher Weise Arbeits-/Lern-/Kooperationsprozesse unterstützen können. Ich möchte daher in regelmäßigen Abständen hier im Blog Tools vorstellen, die ich persönlich aus didaktisch-lernpsychologischer Sicht als besonders gut erachte (sprich: ich verfolge kein Anspruch an Vollständigkeit!).
Einer meiner Lieblings Social Networks-Tools ist mixxt.
Warum? mixxt hat viele Funktionen integriert, die ich auch aus Lernplattformen wie ILIAS, Moodle oder Blackbord kenne, zwar wesentlich reduzierter aber zumindest so, dass sich komplett virtuelle Seminare damit umsetzen lassen. UND mixxt kann wesentlich mehr wie beispielsweise Ning oder Facebook-Groups.

1. Was kann das Tool?

mixxt ist erstmal ein Tool, mit dem ich ein Social Network managen kann. Integriert sind folgende Funktionen:

  • Zentrale Startseite
  • Persönliches Profil (Meine Seite) und eine Pinnwand (plus “Freunde”)
  • Aktivitätsindex und News
  • Blogs, Wiki, Forum, Dateien und Dateiverzeichnisse
  • Videos und Bilder

Vergleicht man mixxt mit Lernplattformen, dann fehlen natürlich Assessment- und Prüfungsformate und es ist auch nicht möglich multimedial aufbereiteter Content (Animationen, Simulationen, Lernprogramme) zu integrieren.

2. Was ist der Vorteil aus didaktischer Sicht?

Mit der Integration von Blogs und Wikis etc. haben die Macher von mixxt wesentlich weiter gedacht wie andere Social Networks-Tools. Alle Online-Lehr/Lernszenarien, die auf Austausch, Diskussion und Kooperation abzielen, sind mit den in mixxt integrierten Tools leicht realisierbar.

Beispiel: Arbeitsgruppen erstellen gemeinsam Inhalte im Wiki,  jeder Teilnehmende führt im Blog ein individuelles Lerntagebuch, die Foren werden für Diskussionen und für die Kursübergreifende Kommunikation eingesetzt, in den News werden aktuelle Änderungen angezeigt, mit den Funktionen Datei/Video/Bilder können beliebig Dokumente geteilt und sortiert abgelegt werden, der Aktivitätsindex zeigt an, was gerade aktuell passiert und und und. Ich persönlich finde, das ist schon sehr viel!

3. Wo sind die Grenzen?

Wie schon oben angedeutet, mixxt ist immer noch ein Social Network und keine Lernplattform. Sprich ich kann keine Lernfortschritte automatisch auswerten, die Teilnehmenden nur bedingt verwalten, keine Notenlisten führen, keine Animationen, Simulationen oder multimedial aufbereiteter Inhalte integrieren, nicht Chatten etc.

4. Wie lässt es sich einsetzen ?

Aktuell setze ich mixxt begleitend zu allen Workshops, Seminaren und Kursen ein, die ich in Präsenz durchführe:

  1. Ca. 2 Wochen vor dem Präsenztermin starte ich mit einer mixxt-Umgebung, frage im Forum nach Interessenlagen der Teilnehmenden und stelle schon mal erste Hinweise zum Workshopthema im Blog ein (mein Ziel: Vorwissen aktivieren und Fragen der Teilnehmenden im Vorfeld erheben, damit ich mich auf die Veranstaltung teilnehmerorientierter vorbereiten kann).
  2. Während dem Kurs nutze ich dann vor allem das Wiki, um z.B. Ergebnisse, die in Gruppen erarbeitet werden, zu dokumentieren. Dann nutze ich noch Dateien, um weiterführende Infos bereitzustellen. (Ich kopiere keine Teilnehmerunterlagen mehr, die gibt es nur noch virtuell in mixxt).
  3. Nachbereitend können die Teilnehmenden (in einem vereinbarten Zeitraum) dann noch weiterhin auf alle Materialien zugreifen und sich weiterhin austauschen. Ich stelle dann meist noch weitere Infos auf Wunsch bereit und kann somit auch den Transfer der Workshopinhalte in die Praxis besser unterstützen.

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